Der Wirkungsgrad der Gärstrecke stellt die entscheidende Größe für die Wirtschaftlichkeit von Biogas-Anlagen dar.

Neben den KTBL-Faustzahlen, den üblichen Gärtests und der Berechnung der FoTS (Fermentierbaren organischen Trockensubstanz) nach Weißbach stellen "Die theoretischen 100% geernteter Energie" (Born, Casaretto; 2012) eine schnelle und verlässliche Methode durch die seit Jahrzehnten bewährten Untersuchungsverfahren im Bombenkalorimeter dar.

VorherNachher

Kein Kraftwerk erwirbt eine Schiffsladung Kohle nach deren Masse, sondern nach deren Energiegehalt. Bei Biogas-Anlagen misst man den Energiegehalt der eingelagerten Rohstoffe und den Energiegehalt der Restmassen in dem Gärproduktlager, um aus deren Differenz den Wirkungsgrad zu ermitteln. Da Lignin ein Teil der organischen Masse ist und anaerob nicht abgebaut wird, bezieht sich der Wert auf die Masse, die kein Lignin beinhaltet.

Seit 01.01.2016 hat das neue Biogasmessprorgramm III begonnen. Neben den bisher üblichen Gärtests werden in den kommenden 3 Jahren erstmalig auch die Heiz/Brennwerte in einem Bombenkalorimeter von den beteiligten Universitäten  bestimmt.

Zitat:

"Dazu zählen neuartige Methoden zur Bewertung der Effizienz, die insbesondere auf Anlagen angepasst werden, die ein Repowering bzw. eine Flexibilisierung durchführen. Die methodische Weiterentwicklung bezieht sich auf Vorschriften zur Probenahme und -behandlung, die Prozessbewertung über Massen- und Energiebilanzen, die Bewertung der biologischen Effizienz des Vergärungsprozesses sowie die Bewertung des Gärprozesses mit Hilfe des Heiz-/Brennwertes, der chemometrischen und der spektrometrischen Analyse."

Quelle: fnr.de